Lichtschranken
Start und Ziel werden über getrennte IR-Sensorstationen erfasst.
Zeitmessung & Sensorik
Zwei intelligente Lichtschranken messen Start und Ziel automatisiert, erfassen Zeitstempel direkt am Microcontroller und werten die Rundenzeit in Echtzeit am Laptop aus.
Um die Leistung der Micromouse objektiv zu bewerten, reicht eine einfache Stoppuhr nicht aus. Das Zeitmesssystem arbeitet präzise, automatisiert und ohne menschliche Reaktionsverzögerung.
Start und Ziel werden über getrennte IR-Sensorstationen erfasst.
Die Messstationen kommunizieren drahtlos über ein autarkes WLAN-Netzwerk.
Die präzise Messzeit entsteht direkt auf den ESP8266-Microcontrollern.
Jede Messstation kombiniert IR-Lichtschranke, Signalaufbereitung, Microcontroller und mobile Stromversorgung.
An Start und Ziel befindet sich jeweils eine IR-Emitter-Diode und eine IR-Receiver-Diode. Der Sender erzeugt einen unsichtbaren Lichtstrahl. Durchbricht die Maus diesen Strahl, ändert sich das Analogsignal am Empfänger abrupt.
Das analoge Signal der Diode ist oft verrauscht und anfällig für Umgebungslicht. Deshalb wird es durch einen Komparator-Schaltkreis geleitet. Über ein Potentiometer wird eine Referenzspannung eingestellt. Der Komparator vergleicht das aktuelle Sensorsignal mit diesem Schwellwert und liefert ein sauberes digitales Signal an den Microcontroller.
Das Herzstück jeder Messstation ist ein ESP8266 Microcontroller. Dieser liest den Komparator aus, steuert den IR-Emitter und übernimmt die WLAN-Kommunikation. Versorgt werden die Einheiten mobil über einen Akku, dessen Spannung durch einen Regler stabil auf 5 V gehalten wird.
Das System nutzt ein Server-Client-Prinzip über ein autarkes WLAN-Netzwerk. Die Start-Einheit agiert als Access Point, Finish-Einheit und Laptop verbinden sich als Clients.
START:Zeitstempel per UDP. Um Paketverlust vorzubeugen, wird diese Nachricht mehrfach gesendet. Das gleiche Prinzip gilt für die Finish-Lichtschranke.Die finale, hochpräzise Rundenzeit wird unabhängig von der WLAN-Latenz auf dem Laptop aus den beiden Microcontroller-Zeitstempeln berechnet.
Die wichtigsten Erkenntnisse lagen weniger in der Anzeige selbst, sondern in der robusten Erfassung und Interpretation der Messsignale.
WLAN-Pakete haben keine garantierte Zustellzeit. Durch Zeitstempel direkt auf den Microcontrollern über micros() wird die Netzwerk-Latenz vollständig aus der Messung eliminiert.
Wenn das Chassis die Lichtschranke durchbricht, kann das Signal kurz flattern. Eine kurze Verzögerung mit anschließender Zweitprüfung verhindert Fehltriggerungen.
Starkes Außenlicht kann zu Ungenauigkeiten führen. Diese lassen sich durch Einstellen des Potentiometers am Schwellwert der Messstation beheben.